Livetwittern - die 10 Gebote

13. Juli 2009 | Kategorie: Blog

Twitter eignet sich perfekt dazu, um vom Handy aus live von Events oder Ereignissen zu berichten. Kurze Statusberichte in 140 Zeichen, ein Foto dazu, absenden. Für mich die genialste Seite an Twitter. 10 Gebote wie das richtig gelingt.

“There’s a plane in the Hudson”. Twitpic aus dem berühmten Livetweet von jkrums, der von einer Fähre aus die Notwasserung twitterte. Views 469,808. http://twitpic.com/135xa

Livetweet?

live [l¿f] <indekl. Adj.> [engl. live, eigtl. = lebend]: (Rundf., Ferns.) etwas als Direktsendung senden.
twittern <sw. V.; hat ge.> [engl. twittern, eigtl. = zwitschern] neudeutsch Verb für die Nutzung von www.twitter.com.

Klingt easy. Ich habe bisher von einigen Motorsportevents und zuletzt quasi unter verschärften Bedingungen von einer Demo getwittert. Dabei konnte ich ein paar Erfahrungen sammeln die ich hier mal in Form der 10 Gebote für’s livetwittern in Stein haue.

1. Du sollst nicht langweilig sein.
Erstes Gebot! Lohnt der Event überhaupt live davon zu twittern? Kommst Du vor Ort gut an Neuigkeiten und hast einen guten Platz für Bilder? Eventuell empfiehlt es sich sogar, sich als Redakteur zu akkreditieren oder den Veranstalter anzusprechen um an VIP-Pässe zu kommen. Manchmal klappt das sogar! Informiere Deine Follower, dass Du am folgenden Tag live von einem Event twitterst, damit Sie bescheid wissen und Dich nicht entnervt entfollowen.

2. Ich bin der Akku, dein Stromgeber!
Heilige Deinen Akkumulator! Livetwittern ist harte Arbeit für Dein Handy, der Akku wird also wahrscheinlich sehr viel schneller aufgeben als Du es gewohnt bist. Wenn Du von mehrtägigen Events twitterst bereite Dich vor. (Auto-)Ladekabel einpacken. Zweitakku besorgen. Geht vor Ort der Saft aus schalte ggf. Deine Internetanbindung von G3 auf Edge um und verzichte auf unnötige Twitpics.

3. Du sollst Dir helfen lassen
Installiere Dir einen Twitter Client auf Deinem Handy, das erleichtert das twittern ungemein und macht es möglich Fotos zu zwitschern. Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mit diesen Clients gemacht:
Twibble Mobile http://www.twibble.de/twibble-mobile/
Klasse Client für Java Smartphones wie Nokia, Blackberry und SonyEricsson
Twitdroid http://twidroid.com/
Nutze ich derzeit auf meinem Android HTC Dream G1, mit Abstand der beste Client.
Für das iPhone gibt es hier eine Auswahl Apps:
http://mashable.com/2009/05/02/twitter-iphone-apps/

4. Gedenke, dass die Gebührenuhr tickt
Achtung, Ihr solltet ein Datenpaket oder besser eine Datenflatrate bei Eurem Mobilfunkprovider haben. Ansonsten wirds teuer, speziell wenn Ihr Eure Tweets mit Fotos bestückt! Alternativ eine Prepaidkarte nutzen, die haben oft günstige Datentarife ohne Vertragsbindung und mit voller Kostenkontrolle.

5. Du sollst Deinen Followern viele Bildnisse machen.
Bilder sagen mehr als Tausend Tweets. Ein knackiges Foto von der Lage vor Ort wertet das Livegetwitter massiv auf. Fotos direkt von der Handykamera lassen sich aus nahezu allen mobilen Clients direkt in Tweets einbinden und zu Twitpic hochladen. Fotos müssen sein!

6. Du sollst auch fremden User haben neben Dir.
Mono ist langweilig. Wenn es die Zeit zulässt beantworte als @Replie an Dich gestellte Fragen. Interagiere gierig mit anderen Twitterusern die auch vor Ort sind. Du findest Sie über die Twittersuche wenn Du nach Schlagworten zu dem Event suchst von dem Du zwitscherst.

7. Du sollst es nicht übertreiben.
Achte auf zeitliche Abstände zwischen Deinen Tweets. Solltest Du den Stream mit minütlichen Updates zuspammen werden Dich Deine Follower schnell genervt verlassen. Speziell wenn das Event von dem Du live twitterst Sie nicht interessiert. Bei normalen Events wie etwa Konzerten oder Messen sollte zwischen jedem Tweet etwa 1 Minuten liegen. Wenn sich die Ereignisse natürlich überschlagen twitter bis die Tasten glühen.

8. Du sollst Dich nicht ermorden.
Live twittern rockt! Achte aber bei aller Euphorie darauf dass Du Dich nicht in Gefahr begibst. Es sei denn es ist Dein Ziel twitternd ins Grab zu beißen. Auch solltest Du es vermeiden betrunken zu twittern, das geht in der Regel immer in die Hose.

9. Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen auf Twitter.

Du bist vor Ort. Abhängig von Deiner Followerzahl bist Du das Auge von Vielen. Twitter also nur was Du sicherstellen kannst und streue keine Gerüchte. Halte Dich an Fakten. Suche zur Not im Internet nach belegbaren Quellen und Fakten. Auf Motorsportevents bediene ich mich zum Beispiel gern bei Livetickern der entsprechenden Webseiten.

10. Du sollst auch bewegte Bilder twittern.
Wir kommen in die Königsklasse des Livetwitterns. Wenn Du also die bisherigen Gebote verinnerlicht hast dann registriere Dich bei einem Videohoster. Ich mag http://12seconds.tv, ein Videodienst der stark an Twitter angelehnt ist und Videos bis zu einer Länge von 12 Sekunden erlaubt. Leider ist die Bildqualität mies. Alternativ nutze Youtube & Co und verbinde sie über http://twitterfeed.com/ mit Deinem Twitter Account.
Infos zu mir
http://twitter.com/svenwiesner
http://twitpic.com/photos/svenwiesner
Ich bin für Freelance Twitter Projekte zu haben, Kontakt:
https://www.xing.com/profile/Sven_Wiesner3


2 Meinungen zu “Livetwittern - die 10 Gebote”

  1. 1 German Psycho said at 11:18 on Juli 13th, 2009:

    Senf:

    1. Lohnt sich das? Die interessantesten Tweets kommen von Veranstaltungen, auf denen NICHTS passiert. Und das ausführlich beschrieben wird.

    2. Internetanbindung von G3…: Wie zum Teufel haben Sie ein Sturmgewehr ans Handy angeschlossen?

    Außerdem: „verzichte auf unnötige Twitpics” (vgl. 5.)
    Nebenbei: Auf Unnötiges kann man stets verzichten. Nicht nur auf Bilder.

    5. „Fotos müssen sein!” (vgl. 2.)

    8. Bitte halten Sie niemanden davon ab, betrunken zu twittern. Das ist äußerst unterhaltsam.

    (Tippfehlerservice: „replie” sollte wohl „reply” heißen und „Sie” bei 7. kleinschreiben)

  2. 2 Sven Wiesner said at 11:24 on Juli 16th, 2009:

    Danke. Schicke Visitenkarte übrigens.


Dein Senf